Sehenswertes

Gau-Odernheim ist sehenswert. Bei einem Rundgang trifft man auch heute noch vielerorts auf stumme Zeugen seiner abwechslungreichen Geschichte und seiner Bedeutung in früherer Zeit.

Im Zentrum des alten Ortskerns befindet sich der Obermarkt. Hier und in der angrenzenden Wormser Straße fallen zahlreiche beeindruckende Gebäude aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert ins Auge, darunter viele schmucke Fachwerkhäuser.

Am Obermarkt befindet sich auch das Rathaus. Im Jahr 1828 als Schulhaus erbaut, beherbergt es heute die Ortsgemeindeverwaltung, den Ratssaal, einen Altenraum und einen Museumsraum.

Vom Obermarkt ist es nur ein kurzer Weg durch die Kirchgasse zur ehemaligen Stadtschreiberei aus dem 17. Jahrhundert. Die Stadtschreiberei grenzt an den historischen Kirchplatz mit dem evangelischen Pfarrhaus aus dem 16. Jahrhundert, dem alten evangelischen Gemeindehaus (1705) und dem ehemaligen evangelischen Schulhaus von 1844.

Dominiert wird der Kirchplatz von der großen gotischen Simultankirche aus dem 14./15. Jahrhundert mit ihrem bemerkenswerten dreiteiligen Aufbau. Das Kirchenschiff mit der kunsthistorisch bedeutsamen Renaissancekanzel und der Barockorgel ist Gottesdienstraum der evangelischen Kirchengemeinde. Der 1892 durch eine Mauer abgetrennte Chor mit dem barocken Hochaltar und der Stummorgel von 1773 befindet sich im Besitz der katholischen Kirchengemeinde. Der 56 m hohe Kirchturm gehört der bürgerlichen Gemeinde und wurde 1830-1833 erbaut, nachdem der gotische Vorgängerturm von 1344 im Jahr 1799 eingestürzt war.

Wer den Kirchplatz in Richtung Mainzer Straße verlässt, trifft auf zwei Beispiele fränkischer Dreiseithöfe. Von dort kommt man durch die Zehnthofstraße und die Straße "Nach dem alten Schloss" zum massivem Schlossturm, einem Überbleibsel der Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert.

Vom Schlossturm sind es nur ein paar Schritte zum Rossmarkt und dem angrenzenden Untermarkt. Zwei sehenswerten Dorfplätzen, die 2001 im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms neu hergerichtet wurden.

Vom Untermarkt aus lohnt sich ein Ausflug durch die Kegelbahnstraße, vorbei am Sportgelände in das Gebiet jenseits der Selz. Hier fällt sofort der weitgehend mit Wein bepflanzte Petersberg (246 m) ins Auge, der bei gutem Wetter einen wunderschönen Ausblick ins das umliegende rheinhessische Hügelland bietet.

Von der Selz führt ein Wirtschaftsweg zum Lieberg, dem einzigen Standort in Deutschland, an dem Wildtulpen in dem vorhandenen Ausmaß zu finden sind. Diese unter Naturschutz stehende botanische Rarität entfaltet ihre farbige Pracht Ende April, Anfang Mai.

Bei einem Rundgang sollte auch der Ortsteil Gau-Köngernheim nicht vergessen werden. Sehenswert sind dort die kleine, 1272 erstmals erwähnte Kirche sowie zahlreiche historische Gebäude.

 

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