Aktuelles und Presse

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Diese Seite soll ein aktuelles Spiegelbild des Gau-Odernheimer Ortsgeschehens sein. Dafür benötigen wir Ihre Mithilfe. Verfassen Sie kurze Berichte von aktuellen Ereignissen und versorgen Sie uns mit interessanten Fotos. Beispiele dafür finden Sie weiter unten und im Archiv der vergangenen Jahre.
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Neuzugang und Start in die Saison
Rentnerbande Gau-Odernheim auf dem Friedhof aktiv

5.6.2021

“Es geht wieder los und die Ehrenamtler gingen am Mittwoch letzter Woche so richtig in die Vollen”, so der Boss der Rentnerbande. Nach einer Vorbesprechung über das weitere Vorgehen wurde der Friedhof auf Platz eins der Prioritätenliste gesetzt. Vor allem nicht gepflegte Gräber wurden beim ersten Arbeitseinsatz dieses Jahres von Wildwuchs befreit. Die verschiedenen Arbeitsgruppen widmeten sich auch dem Umfeld am Ehrenmal: Mähen, Grasbüschel zwischen den Grabsteinen entfernen, Wege von herabgefallenen Ästen säubern, Zuwegungen kehren usw. So kamen insgesamt drei Wagenladungen Grünschnitt zusammen, die mit unserem blauen Bullis abtransportiert und auf dem Bauhof der Gemeinde fachgerecht entsorgt wurden

“Der Anfang ist gemacht und wir werden sicherlich noch einige Male auf dem Friedhof aktiv werden um die Gemeindearbeiter zu unterstützen und somit auch das Erscheinungsbild zu verbessern“, so die einhellige Meinung der Rentnerbande-Mitglieder.

Ein ganz besonderes Highlight gab es außerdem noch: Mit Heinz Pichler konnten wir einen neuen Mitstreiter gewinnen – das freut uns natürlich ganz besonders, denn er drückt den Altersdurchschnitt auf jeden Fall. Es wäre natürlich auch toll, wenn noch weitere Interessierte dem Beispiel folgen würden, denn wie heißt es so schön: “Nicht meckern – machen”. (Text: MB/Foto: GP)

Handarbeit am Ehrenmal: Manfred Brunn, Heinz Pichler, Erich Besser.



Corona-Testangebot endet

31.5.2021

Aufgrund rückläufiger Inzidenzzahlen und weiteren Öffnungsschritten, bei denen der Nachweis eines Tests entfällt, ist auch die Anzahl der Test-Nachfragen des DRK Testmobils mittwochs in Gau-Odernheim stark zurückgegangen. Aus diesem Grund macht das Testmobil am Mittwoch, dem 02.06.2021 zum vorläufig letzten Mal in Gau-Odernheim Station. Ich bedanke mich an dieser Stelle ganz herzlich bei den ehrenamtlichen Helfern des DRK, die dieses Angebot ermöglichten, sowie allen BürgerInnen, die das Angebot annahmen und somit mithalfen die Pandemie einzudämmen.

Heiner Illing
Ortsbürgermeister



Gemeinderat beschließt Haushalt für 2021

3.5.2021

Auch die letzte Gemeinderatssitzung musste aufgrund der Pandemie wieder im digitalen Raum stattfinden. Zunächst durfte Ortsbürgermeister Heiner Illing wieder zahlreiche Besucher begrüßen, die online teilnahmen. Bei der Sitzung am 04.03.2021 wurden nichtöffentlich die Bauvoranfragen zur Nutzungsänderung eines Raumes in einer Halle zu einem Werkstattatelier und der Aus- und Umbau eines Wohn- und Nebengebäudes zu 2 Wohneinheiten in der Alzeyer Straße genehmigt. Außerdem wurde dem Bauantrag zum Teilausbau des Spitzbodens und Einbau einer Gaube in der Schillerstraße zugestimmt. Der Hauptausschuss hatte den Haushalt für 2021 vorberaten, Anpassungen vorgenommen und dem Rat zur Annahme empfohlen. Das Jahr 2020 wird voraussichtlich mit einem Überschuss von 106.000€ abschließen und zum Ende des letzten Jahres hatten wir 971.000 € in der Rücklage. Der Haushalt hat ein Volumen von insgesamt 5,39 Mio € in den Einnahmen und 5,59 Mio € in den Ausgaben. Die Umlagen für VG und Kreis belaufen sich auf 3,03 Mio €, Personalaufwendungen 1,77 Mio € und allgemeine Aufwendungen 790.000 €. Die geplante Differenz, sofern sie wirklich zahlungswirksam wird, soll aus der Rücklage beglichen werden. An Investitionen sind 3,97 Mio € geplant. Hierunter fallen u.a. 1,1 Mio für die Sanierung der Petersberghalle, 460.000 € Sanierung Friedhof, 460.000 € Ausbau Kirchgasse, 300.000 € Erwerb von Grundstücken, 400.000 € Endausbau Vorstadt III und 70.000 € Brandschutzmaßnahmen für die Kita Regenbogen. Für diese Projekte ist die Aufnahme eines Investitionskredites in Höhe von 2,34 Mio € geplant. Die Erfahrung aus den vergangenen Jahren hat aber gezeigt, dass die Aufnahme von Krediten in der geplanten Höhe nicht notwendig wird. Da niemand genau weiß, wie sich das Steueraufkommen durch die Corona-Pandemie zukünftig darstellt, bat Bürgermeister Illing alle Fraktionen für den Haushalt 2022 Einsparpotentiale aufzuzeigen. Der Haushalt wurde dann bei 3 Enthaltungen der FWG-Fraktion angenommen. Die Tagesordnungspunkte zur Änderung des Bebauungsplanes “Bahnstraße West” (Erweiterung eines Verbrauchermarktes) wurden von der Tagesordnung genommen, da noch offene ungeklärte Punkte bestanden. Hingegen wurden Abwägungen aus dem Offenlageverfahren und der Satzungsbeschluss zur B-Plan-Änderung “Vorstadt I 6.Änderung” (zur Errichtung einer Werksleiterwohnung) einstimmig durchgewunken. Aufgrund eines Landesprogrammes sollen die Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut werden. In Gau-Odernheim soll mit den beiden Haltestellen am Untermarkt begonnen werden (ähnlich den Haltestellen in Gau-Köngernheim). Da noch Klärungsbedarf bestand, wurde der Vorgang an den Bauausschuss überwiesen und der Ältestenrat damit beauftragt, sobald das Ergebnis vorliegt, eine Eilentscheidung zu treffen (Entscheidung muss wegen der VG-weiten Ausschreibung noch vor der nächsten Ratssitzung fallen). Die SPD Fraktion stellte den Antrag, die Mülleimer im Gemarkungsbereich “vogelsicher” umzurüsten oder auszutauschen. Es zeigt sich immer öfter, dass ein nicht unerheblicher Anteil an Müll auf Tiere zurückzuführen ist, die die Mülleimer “besuchen”. Dies wurde ebenso einstimmig angenommen, wie die Beauftragung der VG den zum Jahresende auslaufenden Stromlieferungsvertrag für die Ortsgemeinde neu auszuschreiben und zu vergeben. Zum Schluss gab Bürgermeister Illing noch bekannt, dass die Konzessionsabgabe der WVR für 2020 11.268€ beträgt, die Fläche eines Pumpwerkes des ZAR in der Wormser Straße von der Gemeinde auf den ZAR übertragen werden muss, die VG Baumpflegearbeiten für die nächsten 3 Jahre in Höhe von jeweils 80.000€ an die Fa. Altdorf aus Nürnberg vergeben hat (Abrechnung nach tatsächlichem Aufwand), in Gau-Köngernheim ein Pilotprojekt zur Beweidung von Ausgleichsflächen mit Dexter-Rindern durchgeführt werden soll, die L406 zwischen Framersheim und Alzey im Sommer oder Herbst für mehrere Wochen wegen eines Kreiselbaus gesperrt werden soll, ab sofort mittwochs von 9 – 11:15h das DRK Corona-Testmobil nach Gau-Odernheim kommt und die Entscheidung in welcher Form die Sitzung am 10. Juni abgehalten wird, vom Infektionsgeschehen abhängt.

Heiner Illing
Ortsbürgermeister



Wie Odernheim zu seinem “Gau” kam – Nachtrag

2.4.2021

Unser Oremer Experte für Postgeschichte Jürgen Gläser stieß dieser Tage bei einer anderen Recherche auf beiliegende Veröffentlichung des Großherzoglichen Ministeriums für Inneres und Justiz zwecks “Abänderung bestehender Ortsbenennungen”. Hierbei handelt es sich um die eigentlich ursächliche Mitteilung, die zur Veröffentlichung im Darmstädter Staatsanzeiger vom 10.03. bzw. in der AZ vom 14.03.1896 führte und welche auf den 28.02.1896 datiert, also ca. zwei Wochen vor den Presseberichten.

Unterzeichnet wurde die Veröffentlichung durch Staatsminister Jakob Finger, der in den 1850er Jahren auch als Jurist beim Amtsgericht in Alzey tätig war.

Details zu dem Thema “Gau” findet der geneigte Leser wie gewohnt auf der Seite des Geschichtsvereins unter www.gvgo.de (te)



Osterschmuck an den Verkehrskreiseln

28.3.2021

Wer dieser Tage durch Gau-Odernheim fährt, kann sich der österlichen Dekoration auf und an den Verkehrskreisel erfreuen. Rechtzeitig zum Osterfest wurde die Dekoration von Manfred Brunn und seiner Rentnerbande aufgestellt. Auch die Blumenzwiebeln, die im Kreisel “Mainzer Straße” zusammen von Gemeindearbeitern und Rentnerbande gesetzt wurden, beginnen nun zu blühen. Ein recht herzliches Dankeschön allen Beteiligten und Ihnen liebe Gau-Odernheimer und Gau-Köngernheimer Bürger*innen ein schönes, friedliches und hoffentlich gesundes Osterfest.

Heiner Illing
Ortsbürgermeister



Vielen Dank allen Helfern des Dreck-weg-Tages!

24.3.2021

“Auch wenn Rentnerbande, Gemeindearbeiter und Anwohner immer wieder Müll sammeln, ist es doch erstaunlich welche Hinterlassenschaften man trotzdem noch findet” so Bürgermeister Heiner Illing. Auch beim diesjährigen Dreck-weg-Tag der Gemeinde Gau-Odernheim war von der achtlos weggeworfenen Zigarettenschachtel über ein altes Skateboard bis zur Autobatterie wieder alles dabei. Das neue dezentrale und zeitlich flexible Konzept mit insgesamt sieben Gitterboxen und Müllsack-Station an verschiedenen Stellen inner- und außerorts wurde von ganz vielen Bürger*innen hervorragend angenommen. Bereits kurz nach 8 Uhr waren die ersten Helfer*innen unterwegs und befreiten die Gemarkung von den Hinterlassenschaften unserer leider unverbesserlichen Schmutzfinken. Erstmals wurde auch das Bachbett der Selz miteinbezogen und so kämpfte sich ein Bürger in Wathose durch Schlamm und Geäst. Am Ende des Tages war der durch die Kreisverwaltung gestellte Container (leider) wieder gut gefüllt. Es gibt bereits Überlegungen, ob diese Aktion in Zukunft zweimal im Jahr, im Frühjahr und Herbst, durchgeführt werden sollte. An dieser Stelle allen Helferinnen und Helfern nochmals ein ganz großes Dankeschön.

Heiner Illing
Ortsbürgermeister



Kita Regenbogen erhält Brandschutzmaßnahmen über 100.000 Euro

22.3.2021

Die Märzsitzung des Gau-Odernheimer Gemeinderates, an der zahlreiche Zuschauer und -Hörer teilnahmen, fand wieder im digitalen Raum per “Webex” statt. Die Hauptpunkte, mit denen sich der Rat befasste waren Friedhof, Straßenbau und Baumaßnahmen in und an der Kita “Regenbogen”. Zunächst verkündete Bürgermeister Heiner Illing die in der letzten Sitzung nichtöffentlich gefassten Beschlüsse. Zugestimmt wurde den Bauanträgen zur Errichtung eines 2-Familienwohnhauses, von 3 Garagen, eines Ausstellungsgebäudes, Umbau mit Erweiterung eines Wohnhauses sowie dem Aufstellen einer Schulpavillonanlage mit 6 Klassenräumen; außerdem der Bauvoranfrage zur Errichtung einer Lagerhalle mit Büroräumen. Eine Begehung des Rathausdaches, das vor einigen Jahren unter denkmalerischen Gesichtspunkten saniert wurde, ergab, dass Schieferplatten ausgetauscht (für 1.500€ per Eilbeschluss an Fa. Pusch) und die Fa. Merker für 1.190 € Ausbesserungsarbeiten am Verputz des Kamins und der Brandwand zum Nachbarn durchführen muss. Für die Sanierung des Friedhofes mussten Vorarbeits-Aufträge vergeben werden. So wurde die Fa. Strohmenger für 1.905€ mit Vermessungsaufgaben, die Fa. Weller für 1.666 € mit der Kampfmitteluntersuchung und die Fa. Rubel und Partner für 3.053 € mit Bodenuntersuchungen beauftragt. Der Bauausschuss hatte in seiner letzten Sitzung die Empfehlung ausgesprochen, den Kreuzungsbereich an der Grundschule in einen Minikreisel umzubauen, dem schloss sich der Gemeinderat an. Man erhofft sich eine Entzerrung und verbesserte Sicherheit. Die Fa. Seiler Ingenieure aus Alzey wird die Planung übernehmen und EWR als Erschließer die bauliche Umsetzung. Die Kosten für die Maßnahme werden bei 30.000,00 Euro gedeckelt. Im gleichen Bereich wird nun der Endausbau der Straßen “Vorstadt III” vorangetrieben. Die Kreuzungs- und Kurvenbereiche werden als Schwarzdecke und die Geraden in Pflaster - auf Wunsch der Anwohner in “rot/muschelkalk” im Ellbogenverband - hergestellt. Die Begehung des Kreisfeuerwehrinspekteurs in der Kita Regenbogen ergab, dass im Krippenbereich der Brandschutz nicht mehr gewährleistet ist. Das ursprüngliche Konzept sah vor, dass im Brandfall über eine Feuerwehrleiter evakuiert werden kann. Dies gestatten die aktuellen Vorgaben nicht mehr. So muss über einen 2. Rettungsweg (Treppe) sichergestellt sein, dass der Bereich evakuiert werden kann. Hierzu werden Durchbrüche, zusätzliche Türen und eine Außentreppe erforderlich. Das Planungsbüro Diehl und Kasprzik aus Zornheim erhielt den Auftrag die Planung und Umsetzung voranzutreiben. Die Kosten für diese Maßnahme werden auf 100.000 € geschätzt. Größere Diskussionen gab es um einen Wind- und Regenschutz im Eingangsbereich. Aufgrund der Pandemie dürfen Eltern beim Bringen der Kinder nicht mehr in den Innenraumbereich der Kita. Gespräche mit Jugendamt und anderen Einrichtungen zeigen, dass dies auch nach einer “Normalisierung” beibehalten werden soll. Für die Kita Regenbogen bedeutet dies aber, dass der innere Windfang nicht mehr betreten werden darf und die Eltern und Kinder unter Umständen ungeschützt im Freien warten müssen. Der Bauausschuss sprach sich dafür aus, zu Schätzkosten von 25.000 € einen Regen- und Windschutz zu errichten. Aus den Reihen der FWG-Fraktion wurde der Wunsch geäußert, diese Maßnahme zu verschieben, da noch nicht klar sei, wie sich die Corona-Krise auf die Kommunalfinanzen auswirke. So kam es hier bei 2 Nein-Stimmen und einer Enthaltung zum einzigen nicht-einstimmigen Beschluss. Ohne Diskussion wiederum wurde die Spende eines Gau-Odernheimer Bürgers zur Kirchturm-Beleuchtung angenommen. Gottfried Fell freut sich, dass der Kirchturm nun auch während der Woche abends angeleuchtet wird und spendet zur finanziellen Unterstützung 200 €. Bei der Übergabe seiner Spende äußerte er die Hoffnung, dass sich auch andere Gau-Odernheimer Bürger*innen seiner Idee anschließen und so eine Beleuchtung auch über die Corona-Zeit hinaus realisiert werden könnte. Zum Schluss teilte Bürgermeister Illing noch folgendes mit: die Rechtmäßigkeit der Ablehnung einer Bauvoranfrage zur Errichtung eines Mehrfamilienhauses mit 12 Wohneinheiten wurde von der Kreisverwaltung bestätigt, die Kreisumlage für 2021 wurde auf 1,63 Millionen Euro festgelegt, im Bereich Weedengarten finden aufgrund der Bauarbeiten für die Glasfaserverlegung weitere Begehungen und Gespräche statt, die Kita`s haben die von der VG vorgeschlagene Anschaffung von sogenannten CO2-Ampeln wegen nicht bewiesener Effizienz abgelehnt, die Bushaltestellen am Untermarkt sollen barrierefrei ausgebaut werden, am 20.03. findet ein “Dreck-weg-Tag” “to go” statt, Vorstellung des Hygienekonzeptes für die Wahllokale zur Landtagswahl und, dass die nächste Gemeinderatssitzung, sofern es das Infektionsgeschehen zulässt, in der Schulsporthalle der Realschule stattfinden soll.

Heiner Illing
Ortsbürgermeister



Dreck-weg-Tag

16.3.2021

Der diesjährige “Dreck-Weg-Tag” findet am Samstag, den 20. März statt. Wir wollen an verschiedenen Stellen die Ortslage und die Gemarkung von Unrat befreien. Leider wird immer wieder so viel wilder Müll abgelagert, dass Gemeindearbeiter und ehrenamtliche Helfer mit der Säuberung nicht nachkommen. Aufgrund Corona müssen wir aber den üblichen Ablauf ändern. Wir werden an 7 verschiedenen Stellen in der Zeit zwischen 8 und 14 Uhr Gitterboxen aufstellen. Dort sind Müllsäcke deponiert, die dann hoffentlich von vielen fleißigen Helfern mit Müll befüllt und in den Gitterboxen entsorgt werden. Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger, sowie die Vereine und sonstige Gruppierungen zu unserem Frühjahrsputz recht herzlich ein. Bitte bringen Sie ihre eigenen Handschuhe, Rechen, Schaufeln und Besen mit und halten Sie die bekannten Abstands- und Hygieneregeln ein. Wir werden am Bauhof (Mühlstraße) und Rathaus den Plan mit den Gitterboxstationen aushängen.

Wir hoffen auf tatkräftige Unterstützung und freuen uns auf viele freiwillige Helfer.

Heiner Illing
Ortsbürgermeister



1896 – wie Odernheim zu seinem “Gau” kam

10.3.2021

“Zufolge Allerhöchster Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs sind die im Kreise Alzey gelegenen Orte Odernheim und Köngernheim künftighin “Gau-Odernheim” und “Gau-Köngernheim” amtlich zu benennen.” In diesem Wortlaut konnten es die Bürger des Großherzogtums Hessen-Darmstadt am 10.03.1896 in der Darmstätter Zeitung, am 14.03. in der Alzeyer Zeitung lesen. So klein die Anzeige auch war, so groß waren jedoch die Auswirkungen: Briefköpfe, Geschäftspapiere, Stempel usw. mussten geändert bzw. neu aufgelegt werden, gedruckte Veröffentlichungen von Adressbüchern über Aushänge bis hin zu den offiziellen Formularen – alles erforderte eine Neuauflage.

Umgesetzt wurde diese Anordnung mehr oder weniger prompt, teilweise findet man vor der offiziellen Verkündigung bereits die Nennung im Postverkehr bzw. Einträge in den Kirchenbüchern. Augenscheinlich wird es auf Briefen und den damals beliebten Postkarten, dort wurden die neuen Stempel stichtagsgenau eingesetzt. Andererseits erfolgte die offizielle Umbenennung des Postamts seitens der Postverwaltung erst ab 11.04.1896, wie Jürgen Gläser recherchieren konnte.

Auslöser der Umbenennung war letztendlich die Einweihung der Nebenbahn Alzey-Odernheim bzw. Odernheim-Bodenheim-Mainz im Jahre 1896. Dieser eigentlich positive Sachverhalt brachte die Tatsache ans Licht, dass nunmehr Odernheim nicht nur Anschluss an die große weite Welt erhielt, sondern halt auch an das gleichnamige Odernheim/Glan. Noch deutlicher wurde es im Falle des seinerzeit noch selbständigen Köngernheims, welches plötzlich direkt an der gleichen Bahnlinie lag, wie der Namensvetter bei Selzen. Um hier Klarheit und Eindeutigkeit zu schaffen, mussten die Ortsbezeichnungen angepasst werden. Bereits im Mittelalter wurde vereinzelt der Namenszusatz “uff dem Gauwe” verwendet, auch die Schreibweise “Gawodernheim” oder “Gauodernheim” ist belegt. Die Variante, das “Gau” mit Bindestrich dem Ortsnamen voranzustellen findet sich bei vielen Ortsnamen in unserer Region, teils seit dem Mittelalter, meist aber erst ab dem 18. Jahrhundert. Hierbei ging es weniger um die Bezeichnung eines Verwaltungsgebiets, wie man es heute noch bei den ADAC-Gauen oder den Turngauen kennt. Vielmehr handelte es sich um die Hervorhebung einer fruchtbaren Region, enthalten z.B. in den Namen Wasgau, Aargau oder Rheingau.

Als Alternative zur genannten Umbenennung wurde seinerzeit diskutiert, den gleichklingenden Ort Odernheim/Glan gemäß der Beschriftung auf alten Merian-Stichen als “Dreck-Odernheim” zu bezeichnen, was aber dort nicht gut ankam. Auch die Umbenennung des heutigen Gau-Köngernheims auf seine mittelalterliche Bezeichnung traf nicht auf Gegenliebe, lautete diese doch “Bös-Köngernheim”.

Die Ergänzung der Ortsnamen war übrigens hauptsächlich im Schriftverkehr von Bedeutung, in der Mundart spricht der wortökonomische Rheinhesse heute noch von “Orem” und “Kingerem”.

Ein herzlichen Dank ergeht an Jürgen Gläser für die Bereitstellung der Belege aus seiner postgeschichtlichen Sammlung.

Einen detaillierten Überblick hierüber finden Sie auf der Internetseite des Geschichtsvereins unter www.gvgo.de. (te)



Kita Regenbogen erhält neue Küche

8.3.2021

Nach mehr als 25 Jahren musste die Küche der Kita Regenbogen ausgetauscht werden. Damals wurde die Küche angeschafft, um für etwa 10-15 Kinder vor Ort zu kochen. Als Basis diente eine “normale” Haushaltsküche, die nun ans Ende ihre “Lebensdauer” gekommen war. Wie vieles hat sich auch dieser Bereich grundlegend geändert. Mittlerweile haben wir in der Einrichtung 50 Kinder in der Ganztagsbetreuung mit der Tendenz weiter steigend. Das Essen wird nicht mehr vor Ort bereitet, sondern frisch gekocht von Juwitality angeliefert. Die bedeutet ganz andere Ansprüche an die Küche, sowohl vom hygienischen als auch rationellen Standpunkt. Insgesamt hat die Gemeinde 40.000 € für die neue Küche investiert, wobei es vom Land einen Zuschuss in Höhe von 5.000€ gibt. “Alles in allem sind wir nun wieder für die nächsten 25 Jahre, auch bei steigendem Bedarf, gut aufgestellt!” so Bürgermeister Heiner Illing.

Heiner Illing
Ortsbürgermeister



Weinbergschaukel am Kulturweg Petersberg

27.2.2021

IG-Petersberg Vorsitzender Axel Borlinghaus und der Gau-Odernheimer Ortsbürgermeister Heiner Illing freuen sich, dass sie in diesen Tagen den “Kulturweg Petersberg” durch das Aufstellen einer Weinbergschaukel und einer weiteren Sonnenliege noch attraktiver machen konnten. “Mein ganz besonderer Dank geht an Lothar Schenkel und Werner Burkhardt, die durch die Bereitstellung ihrer Flächen dies erst ermöglicht haben” so Heiner Illing. Der Rundweg um den Petersberg erfreut sich steigender Beliebtheit. Gerade in diesen Pandemiezeiten sind Outdoor-Aktivitäten ein wichtiger Bestandteil für die Gesundheit. Aufgebaut durch die Gau-Odernheimer Gemeindearbeiter, dienen die beiden Freizeitmöbel zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur und werden mit 60% durch das LEADER-Programm der EU gefördert.

Heiner Illing
Ortsbürgermeister



Baugebiet Grüner Weg II nimmt nächste wichtige Hürden

22.2.2021

Vor allem mit der Bauleitplanung beschäftigte sich der Gau-Odernheimer Gemeinderat in seiner Januarsitzung. Da die Sitzung als Webex im virtuellen Raum stattfand, stellte zu Beginn die CDU-Fraktion den Antrag alle Tagesordnungspunkte zur Bauleitplanung zu verschieben, da man befürchtete, dass über die Art der Veröffentlichung eine ordentliche Öffentlichkeit nicht gewährleistet werden könnte. Der Rat lehnte dies mehrheitlich ab, Ortsbürgermeister Heiner Illing kündigte allerdings an, am nächsten Tag nochmals eingehend mit der Verwaltung die Rechtmäßigkeit zu diskutieren. Im Rahmen der Tagesordnung gab der Bürgermeister die in der letzten Sitzung nichtöffentlich gefassten Beschlüsse bekannt: der Bauvorlage eines Mehrfamilienhauses in der Bahnstraße mit 20 Wohneinheiten wurde ebenso zugestimmt, wie dem Ankauf einer Ackerfläche für zukünftige Ausgleichsmaßnahmen. Abgehlehnt wurde der Bauantrag zum Umbau eines 2-Familienhauses zum Dreifamilienhaus und die Bauvoranfrage zum Bau eines 12-Familienhauses. Beim Bebauungsplan “Grüner Weg II” wurden die Stellungnahmen zu den Eingaben aus dem Offenlegungsverfahren und die Abwägung der Eingaben der Behörden und Träger öffentlicher Belange entsprechend der Vorschläge von Verwaltung und Ingenieurbüro bei einer Enthaltung angenommen. Zugehöriger Satzungsbeschluss und Abschluss eines städtebaulichen Vertrages zur Erschließung wurden, wie alle weiteren Beschlüsse, einstimmig gefasst. Ein Verbrauchermarkt in der Bahnstraße möchte sein Gebäude erweitern. Hierzu ist eine Änderung des Bebauungsplanes “Bahnstraße West” notwendig. Die Beschlüsse zur Kostenübernahme durch den Investor über einen städtebaulichen Vertrag, sowie ein Aufstellungsbeschluss, die Verabschiedung des Entwurfes und der Durchführung des vereinfachten Verfahrens wurden bestätigt. Ein weiteres Bauleitverfahren bezieht sich auf eine Änderung des Bebauungsplanes “Vorstadt I – 6. Änderung”. Hier wurde die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung und Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange, sowie der Offenlegungsbeschluss auf den Weg gebracht. Nachdem WVR und deren Versicherung nun endlich signalisiert haben, dass sie ihren Kostenanteil an der Sanierung der Kirchgasse tragen, wurde das Ingenieurbüro SIA aus Alzey beauftragt in die Planung der Maßnahme zu gehen. Nach derzeitigem Stand teilen sich diese Planungskosten die Gemeinde mit €18.166 und WVR mit €20.183. Das EWR hat für den TSV zwei Sonnenschirme für insgesamt €1.160 gespendet. Dies musste über den Gemeinderat angenommen werden. Weitere Planungen wurden für den Straßenbereich “Am Stellwerk” und “Am Bahnhof” an die Firma IGW Ingenieure aus Zornheim vergeben. Hier soll bis zur Leistungsphase IV gearbeitet werden, da für den Bereich des Bahnhofs eine Städtebauförderung beantragt werden soll. Die gleiche Firma erhielt den Auftrag den Umbau der Zuleitung in das Regenrückhaltebecken in der Silvaner Straße zu planen. Die Firma Waldmann aus Alzey erhielt den Auftrag für €14.982 im Bereich “Im Angel” und “Selzgasse” Straßenreparaturen durchzuführen. Aus Termingründen wurde in Form einer Eilentscheidung eine Bauvoranfrage abgelehnt. Zum Schluss teilte Ortsbürgermeister Illing noch mit, dass am 14.03.2021 seit 125 Jahren das “Gau” vor Odernheim steht und er den Geschichtsverein bat hierzu eine digitale Veranstaltung auszuarbeiten, die SGD Süd mitteilte, dass für Mehrfamilienhäuser grundsätzlich nur max 1,5 Parkplätze je Wohneinheit gefordert werden dürfen, dass die Wahlen am 14.03. in der Petersberghalle durchgeführt werden und für alle Bürger*innen FFP2-Masken und eigene Kugelschreiber vorgehalten werden sowie die Erdbearbeitung an den Blühstreifen begonnen hat.

Im Nachgang zur Sitzung bestätigte der Sitzungsdienst der VG die Rechtmäßigkeit der Einladung und somit auch der Beschlussfassungen. Allerdings kamen Hinweise des Gemeinde- und Städtebundes, dass es zu Bauleitplanungen in digitalen Räumen trotz gesetzlicher Grundlage noch keine Rechtsprechung gibt und empfohlen wurde diese Beschlüsse in einer öffentlichen Präsenssitzung zu bestätigen, was dann auch am 4. Februar unter Einhaltung aller Regularien geschah. Zusätzlich teilte Bürgermeister Illing bei dieser Sitzung noch mit, dass im Wahllokal in Gau-Köngernheim ein Luftfiltergerät aufgestellt wird und dass die Glasfaserarbeiten im Bereich “Weedengarten” entgegen der Absprache ohne vorherige Information der Anlieger geschah und die Verbandsgemeinde zur Beweissicherung und ordnungsgemäßen Wiederherstellung des Weges eingeschaltet wurde. Die Maßnahmen der Glasfaserverlegung sind ein Gemeinschaftsprojekt der Verbandsgemeinden mit der Kreisverwaltung und Bestandteil der “Gigabit-Strategie” des Bundes.

Heiner Illing
Ortsbürgermeister



Unterstützung bei der Briefwahlbeantragung

15.2.2021

Viele Bürger*innen sind aufgrund der Corona-Pandemie unsicher, wie es mit den Wahlen laufen soll. Die drei Gau-Odernheimer Wahllokale werden in die Petersberghalle verlegt. Dort kann für genügend Abstand und Einhaltung der Corona-Hygieneempfehlungen gesorgt werden. In Gau-Köngernheim bleibt das Wahllokal im ehemaligen Schulhaus. Im Wahlraum wird mit einem Luftreinigungsgerät für die notwendige Sicherheit gesorgt. Jeder Wähler in Gau-Odernheim und Gau-Köngernheim erhält bei Bedarf eine FFP2 Maske und seinen eigenen Kugelschreiber. Leider unterbindet unsere Verfassung eine allgemeine Briefwahl. Trotzdem kann jeder, der möchte seine Stimme zur Landtagswahl als Briefwahl abgeben. Wenn Sie sich aber bei der Beantragung der Unterlagen unsicher sind, unterstützen wir sie gerne von Gemeindeseite aus. Rufen Sie uns zu den Bürozeiten unter 06733/403 an und wir helfen Ihnen weiter!

Heiner Illing
Ortsbürgermeister



Gegen das Vergessen

1.2.2021

Die Ortsgemeinde Gau-Odernheim hat im Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus am Gedenkstein auf dem Friedhof anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar einen Kranz niedergelegt. Auch Gau-Odernheim hatte eine lebendige jüdische Gemeinde, die durch den Nazi-Terror zerschlagen wurde. Viele politisch andersdenkende, homosexuelle und Menschen mit Behinderung wurden verfolgt, deportiert, gefoltert und getötet. Es ist unser aller Aufgabe dafür zu sorgen, dass dies niemals wieder geschieht.

Heiner Illing
Ortsbürgermeister



Uff de Pereschberg…

31.1.2021

… dahin waren 1957 die “Großen” des Kindergartens unterwegs. Damals wie heute zog der Gipfel des Petersbergs Wanderer und Besucher in seinen Bann. Interessant auch die tiefen “Fahrglaaser” die die seinerzeit noch verbreiteten eisenbereiften Fuhrwerke in die unbefestigten Feldwegen eingegraben hatten.

Beistehendes Bild wurde uns von Werner Maul und Jürgen Gläser zur Verfügung gestellt und kann im Detail mit mehreren anderen Aufnahmen auf der Internetseite des Geschichtsvereins unter www.gvgo.de im Detail betrachtet werden. Der Geschichtsverein freut sich über Rückmeldungen von Teilnehmern der Wanderung (Jahrgänge 1950-53) per email an gvgo@gmx.de bzw. Telefon 06733 1079, um möglichst viele der Wanderer identifizieren zu können.

Dieses Bild wird neben vielen anderen Exponaten als Teil der Eröffnungsausstellung des Oremer Heimatmuseums zu bewundern sein. Die Ausstellung wird das Thema Kindergarten- und Jugendzeit anno dazumal mit zahlreichen Exponaten und Bildern der vergangenen 100 Jahre beleuchten, sobald dies die Situation wieder zulässt. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen zu den Bildern, gerne auch auf weitere Fotos oder Ausstellungsobjekte. (te)



Sitzung des Gemeinderates am 21.1.2021

12.1.2021

Am 21.01.2012 findet eine öffentliche Gemeinderatssitzung als Videositzung im Webex-Format statt. Um als Gast teilnehmen zu können, bitte unter 06733/403 oder rathaus@gau-odernheim.de anmelden. Sie erhalten dann die Zugangsdaten.

Heiner Illing
Ortsbürgermeister



Verlängerung der Kirchturmbeleuchtung

10.1.2021

Normalerweise wird der gemeindliche Kirchturm mit Ausnahme der Weihnachtszeit nur während des Wochenendes angeleuchtet. Wir haben beschlossen solange die Corona-Pandemie anhält, diese Beleuchtung als Zeichen der Hoffnung täglich weiter einzuschalten.

Heiner Illing
Ortsbürgermeister



Neujahrsansprache des Ortsbürgermeisters

1.1.2021

Liebe Gau-Odernheimer*innen,
liebe Gau-Köngernheimer*innen,

“unser Schicksal hängt nicht von den Sternen ab, sondern von unserem Handeln” (William Shakespeare).

Ein Jahr liegt hinter uns, das keiner von uns so auf seiner Agenda hatte. Egal ob Urlaubspläne, Hochzeit, Jubiläum, Kita, Schule oder Beruf - da kommt ein winziges Virus und stellt alles auf den Kopf, bringt sogar zeitweise unsere Wirtschaft zum Erliegen! Aber es hat auch, trotz aller Querdenker- und Aluhutträgeraktivitäten, bei vielen von uns gute Seiten wieder hervorgeholt. Solidarität, Gemeinschafts- und Familiensinn oder Hilfsbereitschaft standen und stehen bei ganz vielen wieder im Vordergrund. Trotz aller Einschränkungen ist auch das Gemeindeleben, wenn auch etwas anders, weitergegangen.

Da Anfang 2021 unser Bürgerempfang coronabedingt nicht stattfinden kann, dieses Mal meine Ansprache auf diesem Wege.

Zunächst begann ja das Jahr ganz “normal”. So lud die Gemeinde zum Bürgerempfang ein, bei dem ich wieder viele Bürgerinnen und Bürger in der Petersberghalle begrüßen durfte. Wie immer gab es neben dem Rück- auch einen Ausblick auf die zukünftigen Projekte. Zentraler Punkt des Empfangs ist die Ehrung verdienter Bürgerinnen und Bürger. Hier sei stellvertretend die Ehrung von Manfred Brunn genannt, dem für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Wirken die zweithöchste Auszeichnung der Gemeinde, die goldene Ehrennadel mit Eichenlaub, verliehen wurde.

Im Januar mussten wir von unserem Ehrenbürger und Altbürgermeister Karlheinz Merker, der im Alter von 77 Jahren verstarb, Abschied nehmen.

Die ersten beiden Gemeinderatssitzungen wurden noch in der “coronafreien” Zeit abgehalten und durch die Verabschiedung des Haushalts und die Einführung von wiederkehrenden Straßenausbaubeiträgen wurden noch zukunftswichtige Entscheidungen getroffen.

Bei der Durchführung der Bürgermeisterwahlen im März zeichneten sich schon erste akute Anzeichen der Corona-Pandemie ab, obwohl zu diesem Zeitpunkt noch ganz viele Bürger*innen, Verwaltungen und Firmen davon ausgingen, dass dies doch nur eine stärkere Grippe oder zumindest bis Ostern vorüber ist. Bereits wenige Tage später mussten wir uns eines Besseren belehren lassen und das ganze Land wurde in einen nie da gewesenen Lockdown gezwungen. Begriffe wie Lockdown, Inzidenzwert oder Reproduktionszahl, die kaum einer vorher kannte, waren auf einmal in aller Munde.

Die Erzieherinnen der Gau-Odernheimer Kindergärten reagierten auf den Lockdown, bei dem fast das gesamte öffentliche und private Leben heruntergefahren wurde, mit einem Lieferservice für ältere und kranke Mitmenschen. Unseren älteren Mitbürger*innen wurde von Beigeordneten und Bürgermeister für Ostern und Weihnachten ein Präsent überreicht.

Auch von Gemeindeseite reagierten wir umgehend auf die akute Lage und führten direkt ein Videokonferenzsystem für die Kommunikation der Beigeordneten und zum digitalen Abhalten von Ausschuss- und Gemeinderatssitzungen ein. Seither arbeiten wir je nach Infektionslage entweder digital über das Netz oder, wenn es die Pandemielage zulässt, in Präsenz unter Einhaltung der Hygieneregeln für Sie weiter.

Nach wie vor leiden aber neben der Gastronomie vor allem unsere Vereine extrem unter den Auswirkungen der Corona-Bekämpfungsmaßnahmen. Versammlungen, Vorstandswahlen, Veranstaltungen, Feste, Übungsstunden oder Auftritte und Wettkämpfe sind abgesagt oder finden kaum noch statt. Bitte bleiben Sie unseren Vereinen treu und unterstützen Sie diese wo immer Sie können, ob finanziell oder als ehrenamtliche Helfer - Vereine sind der Kitt unserer Gesellschaft!

Aber trotz Lockdown und Corona-Pandemie konnte auch wieder einiges umgesetzt oder zumindest auf den Weg gebracht werden. So fanden an einigen Wirtschaftswegen umfangreiche Reparaturarbeiten statt und die Wege wurden mit neuen Hinweisschildern, die auf ein besseres Miteinander von Wanderern, Radfahrern und Landwirtschaft hinweisen, ausgerüstet. Die Baumbestattungsfelder auf den Friedhöfen wurden fertiggestellt und die zugehörige Friedhofssatzung angepasst. Der Spielplatz an der Petersberghalle wurde neu überplant, von den Landfrauen wurden zwei Erwachsenenspielgeräte gespendet und zusammen mit Rentnerbande und Gemeindearbeitern aufgestellt. Außerdem wurden von der Gemeinde weitere Spielgeräte beschafft. Die Montage soll zusammen mit einem Zaun im Frühjahr erfolgen. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wurden zusätzliche Geschwindigkeitsanzeigen aufgestellt.

Seit Mai kann man sich im historischen Ratssaal standesamtlich trauen lassen und trotz Corona haben bisher zwölf Ehepaare hiervon Gebrauch gemacht.

Das ganze Jahr über beschäftigte uns die Bauleitplanung zum neuen Baugebiet Grüner Weg II. Vor allem Anforderungen aus dem Umweltbereich führten hier zu größeren unvorhergesehenen Verzögerungen. Es wurde eine archäologische Untersuchung des Gebietes auf den Weg gebracht und aktuell gehen wir davon aus, dass wir im Frühjahr den Bebauungsplan abschließen und bis zum Spätjahr die ersten Bauwilligen mit ihrem Hausbau beginnen können.

Mit der Selzrenaturierung konnte ein jahrzehntealtes Projekt endlich in Angriff genommen werden und fand in diesen Tagen mit der Flutung des neuen Bachverlaufes sein erfolgreiches Ende. Viele öffentliche Grünflächen sind im Umbruch, um das Projekt “pestizidfreie Gemeinde” voranzubringen. Im Kreisel Ortseingang wurde eine Fahrbahnerneuerung durchgeführt und das Kreiselauge durch Rentnerbande und Gemeindearbeiter neu bepflanzt. Die Arbeiten am Pflegeheim in der Bahnstraße haben endlich begonnen und die Planungen für die Glasfasertrassen aus dem Gigabit-Projekt des Landes sind soweit abgeschlossen, dass die Verlegung der Leitungen in den nächsten Tagen beginnen kann.

Vom Land Rheinland-Pfalz kam für die Friedhofsanierung eine Förderzusage über 450.000 €. Hier wurden bereits die Ingenieurleistungen vergeben. Ebenso fördert das Land die Sanierung der Petersberghalle mit 2,5 Mio €.

Nachdem wir 2020 zeigen konnten, dass wir trotz Corona erfolgreich weiterarbeiten, haben wir uns auch für 2021 einiges vorgenommen. So soll im Frühjahr mit der Sanierung der Aussegnungshalle auf dem Friedhof begonnen werden. Außerdem starten auch in der Petersberghalle die Arbeiten. Die Kita Regenbogen soll mit Anbauten als Schmutzfang zum Freigelände und Regenschutz am Haupteingang aufgewertet werden. Für das Neubaugebiet “Grüner Weg II” soll die Erschließung und, nachdem die Verhandlungen mit WVR weitgehend abgeschlossen sind, endlich die Reparatur von Kirchgasse und Alzeyer-Neben-Straße erfolgen. Außerdem wird der Straßenendausbau im Bereich Bahnhof/Stellwerk und Neubaugebiet “Vorstadt III” in Angriff genommen.

Und damit wir auch die Zukunft nicht aus dem Blick verlieren, möchten wir die Planungen “Gau-Odernheim - Gut Leben 2030” und “Entlastung Gau-Köngernheim” vorantreiben.

Viele Projekte und Festlichkeiten wurden aus 2020 nach 2021 verschoben. Ob alles möglich sein wird, ist ungewiss. Jedoch haben wir gelernt, dass auch Alternativen ihre Vorteile haben können. Wenn wir alle solidarisch und gemeinsam handeln, werden wir eine im Vergleich zu 2019 andere, aber nicht unbedingt schlechtere Zukunft haben.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen ehrenamtlich Tätigen, den Gemeindebediensteten, beim Rat, den Mitgliedern in den Ausschüssen sowie den Beigeordneten, ganz besonders aber bei Ihnen, unseren Bürgerinnen und Bürgern, für die Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen bedanken! Ohne diesen grandiosen Rückhalt wäre diese Entwicklung in und für Gau-Odernheim nicht möglich, denn “unser Schicksal hängt nicht von den Sternen ab, sondern von unserem Handeln”.

Heiner Illing
Ortsbürgermeister


 

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